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Weiterbildung Familienmediation

Die Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Wirtschaft, bietet für ausgebildete Mediatorinnen und Mediatoren ein Zusatzmodul Familienmediation an. Der Umfang beträgt 30 Stunden, was die Anerkennung als Fachmediatorin oder Fachmediator erlaubt.
 
Das Modul gliedert sich in einen psychosozialen und in einen juristischen Teil und basiert auf dem Ansatz der systemischen Beratung mit Paaren und Familien. Es werden neben dem juristischen Fachwissen Erkenntnisse aus der Konfliktforschung, aus der Scheidungsforschung, aus der Sozialpsychologie und aus der Entwicklungspsychologie vermittelt.

Referentinnen: Ursula Kodjoe, Diplompsychologin, Familientherapeutin und Mediatorin; 
Andrea Staubli, lic. iur. Rechtsanwältin, Mediatorin SDM, Gerichtspräsidentin Bezirksgericht Baden
 
Die Fortbildung findet in 3 Zwei-Tagesblöcken statt.

Baustein 1 Einführung in psychosoziales Basiswissen
 Die Familie als sich ständig veränderndes System
 Das Konzept der „Bindung“ als Grundlage für die eigene Beziehungsgestaltung
 Psychodynamik der Trennungsfamilie
 Trennung im Erleben von Eltern versus Trennung im Erleben von Kindern
 Der Umgang mit Krisen
 
Baustein 2 Integration und Umsetzung von psychosozialem Wissen
 Eltern in der Mediation
 Voraussetzungen für Mediationsfähigkeit
 Einbezug von Kindern in die Mediation
 Reflektion der Rolle des Mediators/der Mediatorin
- bei aussergerichtlicher Konfliktlösung
- im familiengerichtlichen Verfahren
 
Baustein 3 Juristische Grundlagen
Darstellung der Grundzüge der gesetzlichen Regelung sowie der verfahrensmässigen Besonderheiten von Familienmediation. Insbesondere Teilnehmende aus dem nicht-juristischen Umfeld sollen sensibilisiert werden für Spezialkonstellationen, die den Beizug aussenstehender Fachpersonen erforderlich machen. Rollenspiele und Arbeitshilfen sollen die Teilnehmenden befähigen, selbstständig ein Mediationsverfahren zu leiten.

Inhaltliche Schwerpunkte
 Trennungs- und Scheidungsgründe
 Kinderbelange 
 Güterrecht
 Sozialversicherungsrechtlich Aspekte
 Ehelicher und nachehelicher Unterhalt
 Weitere Nebenfolgen 
 Vereinbarung in der Familienmediation 
 Verfahrensmässige Besonderheiten und Problemstellungen in der Familienmediation 
 Besonderheiten bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften 
 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Daten 1./2. November 2013, 09.00 – 17.00 Uhr
22./23. November 2013, 09.00 – 17.00 Uhr
13./14. Dezember 2013, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort   Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Wirtschaft, Brugg/Windisch
Kurskosten CHF 2‘450.— (inkl. Kursunterlagen und Pausenverpflegung)

 

Flyer mit Anmeldeformular