Liebe Mitglieder
Da sind wir wieder: der erste Newsletter des Mediationsforums im neuen Jahr! Gleich zu Beginn der Termin unseres Mitgliedertreffens, es findet am Mittwoch, 26. März 2025, um 18 Uhr. Nicht nur zum Jahresbeginn fragen wir uns: Was wird die kommende Zeit bringen? Welche Art von Konflikten kommen auf uns zu. Welche werden wir selbst schlichten? In Zeiten der Unsicherheit und des Umbruchs stellen sich viele von uns solche Fragen. Und was können wir dazu beitragen, dass Konflikte gar nicht erst entstehen? Oder auch nur, dass sie ohne Not weiter eskalieren? Obwohl das Zeitfenster für Neujahrsvorsätze schon wieder geschlossen ist, kommen hier trotzdem noch unsere besten Wünsche für das Jahr 2025. Möge es Zuversicht und Frieden bringen. Im Namen des Vorstands: Stephan Burkart |
In dieser Ausgabe
Einladung zur Generalversammlung 2025
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Vorschau auf Veranstaltungen
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Mediation als Chance für Opfer und Täter
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ETH entwickelt Tool-Box für Mediation
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Konflikt-Navigator für Geschäftspartner
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Mediation im Klassenzimmer verbessert das Klima
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Mediation für Konflikte mit Verwaltung im Wallis
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Mediation als Ehrenamt
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Tie Break um Beckers Namensrechte
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Archivierte und weitere Newsletter
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Einladung zur Generalversammlung 2025 |
Wir freuen uns, euch zu unserer mittlerweile 25. ordentlichen Generalversammlung einladen zu dürfen. Sie findet statt am Mittwoch, 26. März 2025 um 18 Uhr im Volkshaus Zürich, Raum 20 (Lift vorhanden / pünktlicher Beginn). Wie immer wollen wir den formellen Teil mit den üblichen Traktanden möglichst kurz halten, damit genügend Zeit bleibt für ein Wiedersehen mit Bekannten, Freund*innen und anderen Mediatorinnen und Mediatoren aus MFS und IfM. Als passendes Thema für den Weiterbildungsblock vor dem abschliessenden Apéro Riche steht in diesem Jahr «Netzwerken» auf dem Programm. Vorgestellt wird unter anderem eine Software-basierte Lösung zur Bildung und Gestaltung von Gemeinschaften namens « beUnity». Damit lassen sich das oft nicht ausgeschöpfte Potenzial von Community Building freisetzen und das Engagement von Mitgliedern von Gruppen fördern. Bitte diesen Termin schon einmal vormerken. Die üblichen Dokumente zur GV kommen mit dem nächsten Newsletter. Die Traktandenliste steht bereits und findet sich hier... |
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Vorschau auf Veranstaltungen |
Institut für Mediation (IfM), Weiterbildungsveranstaltungen 2025. - 26. März: "Netzwerken" mit BeUnity, Inga Bühler und Dominik Ruppen (nach den Mitgliederversammlungen von IfM und MFS). - 16. Juni: «... und plötzlich bist du mittendrin!» - Wie aus Konflikten konkrete Bedrohungen werden, mit Dr. phil. Karl Weilbach, Diplom-Kriminologe, St. Gallen. - 1. September: Weiterbildung zu «Mediation und Künstliche Intelligenz», mit Michael Lardy, Mediator und AI-LLM Research, Graz. Save the dates.
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Mediation als Chance für Opfer und Täter |
Filmtipp: Den Tag ihrer Begegnung werden die beiden nie vergessen. Denn er hat tiefe Spuren hinterlassen - auf beiden Seiten. Am Ende dieses Tages steht auf der einen Seite das Opfer, auf der anderen der Täter. Dass sich beide heute an einem Tisch gegenübersitzen und versuchen, das Geschehene gemeinsam aufzuarbeiten, grenzt an ein Wunder. Restaurative Verfahren, die versuchen, Täter und Opfer zusammenzubringen, werden als Alternative zu herkömmlichen Strafprozessen zunehmend anerkannt. In einem eindrücklichen Film, der kürzlich noch einmal bei Arte lief, dokumentiert Autor François Kohler Mediationsprojekte in der Schweiz und begleitet Täter und Opfer. In der Arte-Mediathek zu sehen bis zum 14.2.2025...
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ETH entwickelt Tool-Box für Mediation |
Ein kleines, aber feines Kartenspiel, mit dem sich Mikrofähigkeiten für die Mediation erlernen lassen, ist an der ETH Zürich entstanden. Entwickelt worden ist es im Rahmen des MAS-Studiengangs Mediation in Peace Processes (MPP). Das Kartenset enthält insgesamt 34 Karten, von denen jede eine einzelne Fähigkeit darstellt, die für Konfliktlösung und Friedensvermittlung relevant ist. Herunterladen lässt es sich hier... (PDF, 3,5 MB). Jede Karte enthält eine Grafik auf der Vorderseite und eine Definition und Beispiele auf der Rückseite. Das Spiel lässt sich für Lern-, Trainings- oder Vermittlungszwecke verwenden. Wer Interesse an einer gedruckten Ausgabe des Kartenspiels hat, wendet sich an masmediation@ethz.ch (MAS ETH MPP-Programm). Mehr zum 5-Phasen-Modell der Mediation... |
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Konflikt-Navigator für Geschäftspartner |
Eine rasche, sichere und effiziente Lösung von Wirtschaftskonflikten zu finden, das ist das Ziel und die Aufgabe eines neu gegründeten Schiedsgerichtshofs (SGH), der bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) angesiedelt ist. Bei der Konfliktlösung setzt die Institution auch auf digitale Anwendungen. Neben Schiedsverfahren können Firmen auf weitere Streitbeilegungsverfahren zurückgreifen, darunter Mediation, Schiedsgutachten von Sachverständigen oder Schlichtung. Eines der für alle nützlichen Werkzeuge, die der neue Schiedsgerichtshof anbietet, ist ein sogenannter Konflikt-Navigator, mit dem sich passende Streitbeilegungsverfahren finden lassen. Aufgeführt sind zudem Muster für Vertrags-Klauseln oder nachträgliche Vereinbarungen, die Geschäftspartnern unter sich vereinbaren können. Hier geht es zum Navigator... |
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Mediation im Klassenzimmer verbessert das Klima |
Streit und wiederkehrende Konflikte in der Schule erschweren das Leben von Lehrkräften massiv. In einem Beitrag für den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband gibt Mediatorin Juliane Wünschmann praxisorientierte Tipps für den Schulalltag. Sie sagt, Mediation stärkt den Klassenzusammenhalt und ermöglicht einen besseren Unterricht. Erfahrung in konstruktiver Kommunikation und in Mediation verbessern das soziale Klima - nicht nur in der Klasse, sondern auch in der ganzen Schule. Das Interview mit Wünschmann findet sich hier... |
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Mediation für Konflikte mit Verwaltung im Wallis |
Im Kanton Wallis vermitteln neu zwei versierte Mediationspersonen bei Konflikten mit der Verwaltung. Sie sollen sich um eine einfachere und einvernehmliche Beilegung von Streitigkeiten zwischen der (kantonalen) Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern bemühen. Der Staatsrat hat hierfür Sabine Forny, selbstständige Mediatorin in Visp, und Fabien Maret, Anwalt und Mediator als Ombudsleute für die beiden Sprachregionen gewählt. Grundlage dafür ist das neue Gesetz über die Mediation in Verwaltungsangelegenheiten (MedG), das die Einrichtung einer Ombudsstelle vorsieht. Die Ombudspersonen intervenieren auf Anfrage einer der beiden Seiten, wenn die üblichen Massnahmen zur Beilegung eines Konflikts zu keiner zufriedenstellenden Lösung geführt haben. Details zu den Gewählten und ihrer Aufgabe hat die Walliser Zeitung zusammengetragen...
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Mediation als Ehrenamt |
Nur wenige kennen die Abgründe des menschlichen Zusammenlebens so gut wie er. Seit bald 30 Jahren arbeitet Bodo Winter ehrenamtlich als sogenannter Schiedsmann in einer Kleinstadt in der deutschen Provinz. Etwa 1000 Schlichtungsverfahren hat er schon geleitet, mindestens 1000 weitere Konflikte hat er in informellen Gesprächen versucht zu befrieden. Er ist so etwas wie der Chefdiplomat und oberster Sorgenonkel seiner Heimatstadt. Landesweit gibt es in Deutschland rund 4500 Schiedsleute, die im Jahr 2023 rund 12'000 Schlichtungsverfahren ansetzten. Fast jedes zweite Verfahren endete in einem Vergleich. Es sind Fälle, die sonst vielleicht vor den Amtsgerichten gelandet wären, dort wurden im vergangenen Jahr gut 6000 Nachbarschaftssachen verhandelt. Die Funktion der Schiedsleute entspricht in etwa, was bei uns (gewählte) Friedensrichterinnen und Friedensrichter ausüben. Anders als in der Schweiz erhalten die Schiedsleute in Deutschland keinen Lohn für ihre Arbeit. Die Konfliktparteien müssen lediglich eine bescheidene Verwaltungsgebühr berappen. Die Verfahren sind aber dennoch in einigen Bundesländern zwingend einem Gerichtsverfahren vorgelagert. In einem (sehr langen, aber lesenswerten) Beitrag porträtiert das Magazin «Der Spiegel» Bodo Winters Alltag als Mediator, Verbandsfunktionär und Ausbildner... |
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Tie Break um Beckers Namensrechte |
Und damit zum Sport... Ein kurioser Streit um den Namen von Tennislegende Boris Becker ist in einer Mediation vor dem Europäischen Markenamt (EUIPO), das seinen Sitz im spanischen Alicante hat, gelandet. Kontrahenten sind die insolvente Schweizer Firma Pegasus und die türkische MGS-Gruppe. Beide haben Kleidung und Accessoires mit dem Namen Beckers und dem Kürzel BB als Logo (Bild) vertrieben und beanspruchen die Markenrechte daran. In dem von beiden Seiten vereinbarten Mediationsverfahren soll es darum gehen, wer zu welchen Konditionen die Marke weiterhin verwenden darf. Boris Becker selbst ist daran nicht beteiligt. Mehr dazu hat der Sender Sport1... |
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Archivierte und weitere Newsletter |
Dieser Newsletter erscheint in acht bis zehn Ausgaben pro Jahr. Redaktion: David Strohm. Darüber hinaus erhalten unsere Mitglieder den Newsletter des Schweizerischen Dachverbands Mediation (FSM) zugestellt. Die Sammlung der vom Mediationsforum versandten Newsletter findet sich hier... Der FSM-Newsletter (Ausgabe Dezember 2024) lässt sich hier abrufen...Illustrationen und Fotos: Unsplash oder jeweilige Newsquellen. |
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