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Ausgabe: Februar 2025


Liebe Mitglieder
Ohne Zuhören geht nichts. Ohne Reden aber auch nicht. Sprache gehört zu unseren wichtigsten Werkzeugen. Erst durch den sprachlichen Austausch lassen sich gemeinsame Werte und Normen entwickeln, die von Konfliktparteien als gerecht angesehen werden. Nur wenn an einem diskursiven Prozess alle Beteiligten gleichberechtigt teilnehmen können und ihre jeweiligen Standpunkte in einem offenen und respektvollen Dialog verteidigt und bestätigt werden, lassen sich tragfähige Lösungen finden. Darin besteht der Kern mediativer Arbeit.
Inzwischen nehmen uns in immer mehr Bereichen des Alltags sogenannte Large Language Models (LLMs), wie ChatGPT oder DeepSeek, die Spracharbeit ab. Damit diese KI-Anwendungen den gewünschten Nutzen erzielen, ist präzises «Prompten» nötig, also das Stellen von Fragen an das Modell zur Nutzung, zum Auffinden und Einbinden von digitalen Quellen, mit denen die LLMs gefüttert wurden. Andernfalls mäandert das digitale Sprachmodell irrlichternd durch die virtuellen Welten und verwirrt mit Antworten, die an der Fragestellung vorbeigehen. «Mediation und KI» ist Thema einer der kommenden Weiterbildungsveranstaltungen in diesem Jahr. Noch geht allerdings nichts über das persönliche Gespräch. Dazu gibt es Gelegenheit nach der diesjährigen Generalversammlung. Die Einladung hierzu kommt mit diesem Newsletter.
Im Namen des Vorstands: Stephan Burkart

In dieser Ausgabe


Einladung zur Generalversammlung 2025
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Weitere Veranstaltungen
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Mitwirkung an Forschungsprojekt «Miteinander Reden»
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Die teuflischen Nachbarn
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Archivierte und weitere Newsletter
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Einladung zur Generalversammlung 2025

Unsere 25. ordentliche Generalversammlung findet am Mittwoch, 26. März 2025, um 18 Uhr im Volkshaus Zürich, statt (Raum 20 oben, Lift vorhanden / pünktlicher Beginn). Nach dem formellen Teil folgt ein Wiedersehen mit Bekannten, Freund*innen und anderen Mediatorinnen und Mediatoren aus MFS und IfM. Als Thema für den Weiterbildungsblock vor dem abschliessenden Apéro Riche steht in diesem Jahr «Netzwerken» auf dem Programm. Die Dokumente zur Generalversammlung finden sich hier:
1 Einladung und Traktandenliste

Weitere Veranstaltungen


Institut für Mediation (IfM): Weiterbildungsveranstaltungen 2025.
- 26. März: "Netzwerken" mit Stephan Märki, Inga Bühler und Dominik Ruppen (nach den Mitgliederversammlungen von IfM und MFS). Detaillierte Infos gibt es in diesem Flyer...
- 16. Juni: «... und plötzlich bist du mittendrin!» - Wie aus Konflikten konkrete Bedrohungen werden, mit Dr. phil. Karl Weilbach, Diplom-Kriminologe, St. Gallen
- 1. September: Weiterbildung zu «Mediation und Künstliche Intelligenz», mit Michael Lardy, Mediator und AI-LLM Research, Graz. Details folgen, save the dates.
Bild zeigt Teilnehmende eines Workshops

Mitwirkung an Forschungsprojekt «Miteinander Reden»

Und hier noch ein Aufruf zur Mitwirkung: Am Fachbereich Angewandte Sozial- und Gesundheitspsychologie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich bittet die Forschungsgruppe des Projekts «Miteinander Reden» Unterstützung. In dem Projekt geht es um Konflikte in Freundschaften und Familien. Ziel ist es, die Entstehung solcher Konflikte, ihre potenziellen Auswirkungen  sowie mögliche Lösungsstrategien besser zu verstehen, um langfristig Wege für ein konstruktives und harmonisches Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Angeboten wird eine Weiterbildung zur Konfliktberatung. Gesucht werden zudem Familienmitglieder und/oder Freund*innen und Kolleg*innen, die einen Konflikt oder Streit haben und Interesse hätten, diesen mithilfe einer ausgebildeten Konfliktberatungsperson anzugehen. Weitere Informationen über das Vorhaben finden sich hier: Projekt «Miteinander reden, Psychologisches Institut UZH...
Bild zeigt Dialog zwischen Mann und Frau.

Die teuflischen Nachbarn

Nerviger Partylärm, rauer Umgangston im Treppenhaus oder ein nackter Hintern als Provokation im Fenster: Wer nahe beieinander wohnt, streitet oft über Kleinigkeiten. Aber warum? Und wie löst man solche Konflikte? Die NZZ porträtiert den 78-jährigen «Profi-Schlichter» und Mediator Bruno Meili aus Zürich. In dem Beitrag kommen Arbeitsweise und Vorgehen von uns Mediatorinnen und Mediatoren vor. Auch die Empfehlungen der Verbände haben Platz. «Um Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen, rät (FSM-Präsidentin) Franziska Müller Tiberini, einmal im Jahr mit der Nachbarschaft zu grillieren, damit man von Anfang an eine gute Beziehung aufbaut.» Bruno Meili empfiehlt, nicht nur dann bei den Nachbarn zu klingeln, wenn man sich über etwas beschwert, sondern auch einfach einmal so: «Früher war es normal, dass sich alle Mietparteien beim Einzug begrüssten. Das kann ich auch heute nur empfehlen.» Das ganze Porträt findet sich hier (als PDF) oder hier im Web (für Leute mit NZZ Abo)...
Bild zeigt jungen Mann mit Kappe, Aufschrift: Love your Neighbours.

Archivierte und weitere Newsletter

Dieser Newsletter erscheint in acht bis zehn Ausgaben pro Jahr. Redaktion: David Strohm. Die Sammlung der vom Mediationsforum versandten Newsletter findet sich hier... Darüber hinaus erhalten unsere Mitglieder den Newsletter des Schweizerischen Dachverbands Mediation (FSM) zugestellt.  Der aktuelle FSM-Newsletter (Ausgabe Dezember 2024) lässt sich hier abrufen... 
Illustrationen und Fotos: Unsplash und/oder jeweilige Newsquellen.