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Newsletter, MFS Newsletter Januar 2015

Liebe Mitglieder

Mediation zu einem wichtigen Gesellschaftsprozess zu machen, der breite Akzeptanz und Anerkennung findet, das ist das Ziel, das sich der Schweizerische Dachverband (SDM) gesetzt hat. In einem schon mehrere Jahre dauernden Prozess sucht der SDM nach einer Strategie, wie sich dieses Ziel erreichen lässt. Das Mediationsforum Schweiz (MFS) als eine der grössten Organisationen innerhalb des SDM hat sich daran beteiligt. Jetzt stehen wichtige Weichenstellungen für die künftige Aufgabenteilung von Dachverband und Mediationsvereinen wie dem MFS an. Mehr zu den Plänen und Vorschlägen aus dem SDM in diesem Newsletter!

Mit besten Grüssen

Stefan Lumassegger und Stephan Burkart, Co-Präsidenten    

 
In dieser Ausgabe
Was der SDM vorhat
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Vorschau auf den "Tag der Mediation"
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Ausschreibungen für Weiterbildungen an der FHNW
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Newsletter im Archiv
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Was der SDM vorhat
 
Was der SDM vorhat

Der SDM versteht sich als Dach für rund ein Dutzend Mediationsvereine und Fachgruppen unterschiedlicher Grösse und Ausrichtung sowie der Institutionen, die qualifizierte Mediationsausbildungen anbieten. Zentrale Aufgabe des Dachverbands ist es, «Mediation durch Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit zu einem Gesellschaftsprozess und einem Dienstleistungsangebot zu entwickeln, die breite Akzeptanz und Anerkennung finden». Die derzeitigen Ziele und Aufgaben hat der SDM hier zusammengestellt... 

Neuausrichtung

Mehrere Arbeitsgruppen arbeiten seit längerem an einer Neuausrichtung des Dachverbands. An einer Orientierungsveranstaltung des SDM am 26.1.2015 in Zürich gaben Andrea Staubli, Präsidentin des SDM, sowie die Vorstandsmitglieder Ernst Baumgartner und Hans Bader einen Einblick in den Stand des Strategieentwicklungs-Prozesses und stellten die ausgearbeiteten Vorschläge und Ideen zur künftigen Rolle des SDM vor. Ziel war es, das Feedback der Basis einzufangen. Anwesend waren etwa vierzig Vertreter der Mitgliedsvereine, darunter auch vom Mediationsforum.  

Strukturen

Die Mitgliedsvereine oder künftig Mitgliedsorganisationen (MO) werden als Aktivmitglieder formell gleichgestellt. Für Entscheide an der Delegiertenversammlung (DV) soll es künftig aber einen neuen Verteilschlüssel geben: Anzahl Delegierte je Mitglieder bis 20 = 1, bis 50 = 2, bis 80 = 3, ab 110 = 4 (heute: 1 je 50 Mitglieder). Ausbildungsinstitute werden wie bisher als Passivmitglieder geführt, neue Kategorien betreffen Gönner (z.B. Stiftungen) und - als Ausnahme - «assoziierte» Einzelmitglieder (ohne MO-Mitgliedschaft/Stimmrecht, als Voraussetzung für Titel  SDM). 

Angeboten werden soll den MO die Übernahme der Mitgliederadministration (Adressverwaltung, Inkasso), womit Mitglieder nur noch eine Rechnung erhalten, statt wie bisher oft mehrere. Mitglieder, die in mehreren Vereinen dabei sind, erhalten Vergünstigungen. Pläne, das Generalsekretariat in Bern um Regionalbüros (namentlich in der Romandie und im Tessin) zu ergänzen, sind wegen der zu erwartenden Kosten auf Skepsis gestossen und werden tiefer priorisiert.  

Ein Methodenbüro

Zu den vier bestehenden Kommissionen des SDM (Anerkennungs-, Kommunikations- und Schlichtungskommission sowie Impulstage-OK) sollen zwei neue hinzulommen: Fundraising (Geldbeschaffung bei Stiftungen, Staat, etc.) und Denkfabrik (Methodenbüro, Weiterentwicklung, Theorie). Schwerpunkt der Arbeit des SDM soll mit Hilfe spezialisierter Agenturen die Öffentlichkeitsarbeit / PR werden. Ein umfangreiches Pflichtenheft besteht bereits. Dieser Teil wird allerdings erhebliche Mittel verschlingen.

Höhere Beiträge

Um all das Angedachte zu finanzieren, soll der Mitgliederbeitrag, den der SDM bei den Vereinen erhebt, pro Kopf/Jahr von heute 30 Fr. plus einem Sockelbeitrag pro Verein von Fr. 500 auf 100 Fr./pro Kopf und Jahr (kein Sockelbeitrag mehr) steigen. Im Fall des Mediationsforums entspräche dies exakt unseres heutigen Jahresbeitrags. Was viele nicht wissen: Mitglieder des MFS sind automatisch auch Mitglieder des SDM, der seinerseits keine Einzelmitglieder aufnimmt. Gut ein Drittel unseres Mitgliederbeitrags leiten wir derzeit weiter an den Dachverband für dessen Aufgaben. Ein Teil unserer Mitglieder nimmt allerdings zusätzlich die Möglichkeit wahr, den Titel «Mediator/in SDM» zu führen. Hierfür erhebt der SDM einen zusätzlichen Beitrag.

Entscheidungen im Mai

Der Antrag für eine Beitragserhöhung wird möglicherweise schon an die DV im Mai gerichtet, dürfte aber umstritten sein. Als nächster Schritt soll eine letzte Ergebniskonferenz stattfinden und Klarheit über die Anträge an die Delegiertenversammlung vom 19. Mai 2015 bringen.

Feedback

Für das Mediationsforum stellen sich folgende konkrete Fragen: Sollen wir den Termin unserer Generalversammlung erst nach der DV ansetzen? Wer vertritt das Mediationsforum an der DV in Bern? Welche Haltung vertritt das Mediationsforum zu Fragen wie Führen der Mitgliederadministration durch den SDM und die nötige Erhöhung unseres Mitgliederbeitrags? Über Feedback würden wir uns freuen. Interessenten, die das MFS an der DV in Bern vertreten möchten, bitte melden an info@mediationsforum.ch.


 
Vorschau auf den "Tag der Mediation"
 
Vorschau auf den "Tag der Mediation"
Tag der Mediation am 18. Juni 2015 und gemeinsamer Kongress 2018: 
Die grossen Mediationsverbände im deutschsprachigen Raum planen im kommenden Juni in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich und in Liechtenstein öffentlichkeitswirksam einen "Tag der Mediation" zu begehen. 2018 soll zudem gemeinsam ein grosser Kongress organisiert werden. Für beide Anlässe werden zwecks Mithilfe beim Organisieren engagierte MediatorInnen gesucht (bitte sich melden bei admin(at)infomediation.ch).

 
Ausschreibungen für Weiterbildungen an der FHNW

Die Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Wirtschaft, hat drei Weiterbildungsseminare ausgeschrieben, die sich praxisnahen Fragestellungen widmen. Die Angebote richten sich an ausgebildete Mediationspersonen und werden von renommierten Referentinnen und Referenten geleitet. Tagungsort ist Brugg-Windisch. 


Seminar Konflikte mit und in Familienunternehmen. Ein Weiterbildungsmodul, das die Themen Mediation in komplexen oder konfliktbehafteten Familien- und Unternehmenskonstellationen und Umgang mit Konflikten bei Nachfolgeplanung, Generationenwechsel und Erbengemeinschaften, sowie Mediation als Weg zur langfristigen Sicherung von Unternehmen, Familie und Vermögen aufgreift und vertieft. An der Schnittstelle von Unternehmen, Familie und Eigentum werden theoretische Grundlagen und praxiserprobte Konzepte zu Familiensystemen und -dynamik behandelt. Referentin/Referent: Franziska Müller Tiberini (Leitung), Mediatorin und Inhaberin der Firma Familienunternehmen.ch AG, und Tobias Somary, Rechtsanwalt, Fachanwalt Erbrecht und Partner bei CMS von Erlach Henrici AG. Termin: Freitag/Samstag, 8./9. Mai 2015. Weitere Informationen und Anmeldeformular... 


Seminar Konflikt-Perspektiv-Analyse (KPA). Was tun, wenn nur eine einzelne Konfliktpartei oder eine Führungskraft zu uns kommt und sich beraten lassen möchte? Wo Unklarheit herrscht, was in einem Konflikt unternommen werden kann, oder das Einverständnis der anderen Akteure für eine Mediation fehlt, kann die KPA als mediationsanaloge Methode helfen. Sie unterstützt einzelne oder mehrere Konfliktparteien in strukturierter Form, und hilft, die Perspektiven der verschiedenen Akteure kennen zu lernen. Die KPA führt in kurzer Zeit über den Perspektivenwechsel zur Selbstklärung. Referenten: Holger Specht und Willibald Walter (inmedio). Termin: Donnerstag/Freitag, 20./21. August 2015. Weitere Informationen und Anmeldeformular... 


Seminar Familienmediation. Das Zusatzmodul, das in drei Zweitage-Blöcken mit insgesamt 30 Stunden im April, Mai und Juni 2016 durchgeführt wird, gliedert sich in einen psychosozialen und einen juristischen Teil und basiert auf dem Ansatz der systemischen Beratung mit Paaren und Familien. Es werden neben dem juristischen Fachwissen Erkenntnisse aus der Konfliktforschung, Scheidungsforschung, Sozialpsychologie und Entwicklungspsychologie vermittelt. Referentinnen: Ursula Kodjoe, Diplompsychologin, Familientherapeutin und Mediatorin, und Andrea Staubli, Rechtsanwältin, Mediatorin SDM und Gerichtspräsidentin am Bezirksgericht Baden. Weitere Informationen und Anmeldeformular...  


 
Newsletter im Archiv

Die Sammlung der vom Mediationsforum monatlich versandten Newsletter findet sich hier...

Der neue SDM-Newsletter (Ausgabe: Dezember 2014) lässt sich hier abrufen...


 
Mediationsforum Schweiz
Prof. Stephan Burkart
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Wirtschaft
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
info@mediationsforum.ch

Dieser Newsletter wird den Mitgliedern des Vereins Mediationsforum Schweiz an die uns bekannten E-Mail-Adressen sowie weiteren, am Thema Mediation interessierten Personen zugestellt. Es ist möglich, dass der Versand an mehrere E-Mail-Adressen der gleichen Person erfolgt. Redaktion und Versand: David Strohm. Mutationen erbitten wir an info@mediationsforum.ch

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