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Newsletter, Oktober 2017

Liebe Mitglieder

Die Rolle eines neutralen Dritten nehmen die Mediatorin und der Mediator ein, wenn sie oder er Konfliktparteien darin unterstützt, ihren Konflikt auf dem Verhandlungsweg eigenverantwortlich und einvernehmlich zu lösen. Vor allem letzteres, das beiderseitige Einverständnis für diesen Weg, ist eine hohe Hürde, an der manch mögliche Mediation schon scheitert. Zu sehen ist dies derzeit am Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens, bei der sich die Befürworter der Abspaltung eine Mediation, zum Beispiel durch die Schweiz, wünschen, während die Zentralregierung in Madrid nur schon Verhandlungen als solche strikt ablehnt. Mehr hierzu und zu weiteren aktuellen Themen gibt es in diesem Newsletter. 

Aufmerksamen Mitgliedern ist aufgefallen, dass es im vergangenen Monat keinen Newsletter-Versand gab. Grund war ein gesundheitlicher: Unserem Redaktor David Strohm, der sich noch im Genesungsprozess befindet, wünschen wir weiterhin gute Besserung.  

Für den Vorstand des Mediationsforums:

Stephan Burkart und Cindy Weishaupt

 
In dieser Ausgabe
Kann die Schweiz im Katalonien-Konflikt vermitteln?
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Mediation als Frischzellenkur für die Demokratie
> mehr
Forschungsprojekt zu Mediation in grenzüberschreitenden Erbfällen
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Ältere Schüler als Mediatoren in Mobbing-Fällen
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Mediation bei Konflikten mit und wegen Hunden
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Mediation auf der Theaterbühne
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Weiterbildung & Veranstaltungen
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In eigener Sache: Mitglieder werben
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Newsletter im Archiv
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Kann die Schweiz im Katalonien-Konflikt vermitteln?
 
Kann die Schweiz im Katalonien-Konflikt vermitteln?
Die Separatisten in Katalonien sind an einer Mediation durch ein anderes Land oder eine internationale Organisation interessiert. Deshalb haben sie einen Vertreter nach Brüssel entsandt, der die EU und ihre Mitgliedstaaten dafür gewinnen soll. Kataloniens Präsident Carles Puigdemont präferiert die Schweiz als Vermittlerin, die in den letzten Jahren 30 Friedensprozesse in über 20 Ländern begleitet hat. Doch die Zentralregierung in Madrid zeigt bisher keinerlei Bereitschaft zum Dialog. Der Bericht dazu in der NZZ... Dass eine Mediation in diesem Fall keine gute Idee ist, findet Ana Palacio in einem Meinungsbeitrag auf Politico...   

 
Mediation als Frischzellenkur für die Demokratie
 
Mediation als Frischzellenkur für die Demokratie
In vielen entwickelten Demokratien wächst das Misstrauen gegenüber etablierten Parteien und deren Repräsentanten. Intransparente Entscheidungsprozesse, undurchsichtige Lobbyismusstrukturen, Formelkompromisse und Bulletinfloskeln: Das Gefühl der Ignoranz «des Systems» gegenüber den Problemen der Bürger macht sich breit. Eine Entwicklung mit erheblichen Risiken und unkalkulierbaren Nebenwirkungen, der mit Offenheit im politischen Diskurs und Redlichkeit in der parlamentarischen Debatte wirksam begegnet werden muss. Mediation kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ein lesenswertes Plädoyer von Gernot Barth und Stefan Grüll, das in der Fachzeitschrift «Die Mediation» veröffentlicht worden ist...  

 
Forschungsprojekt zu Mediation in grenzüberschreitenden Erbfällen
 
Forschungsprojekt zu Mediation in grenzüberschreitenden Erbfällen
In Zeiten zunehmender Mobilität kommt es vermehrt zu Erbfällen mit grenzüberschreitendem Bezug. Beispiele dafür sind Rentner, die ihren Lebensabend in Spanien verbringen, oder Immobilien im Ausland, die von den Erblassern nach ihrem Ableben vererbt werden sollen. Die EU-Erbrechtsverordnung aus dem Jahr 2012 hatte die rechtlichen Zuständigkeiten verändert. Seither kommt das Recht des Landes zur Anwendung, in dem der Bürger zuletzt seinen Lebensmittelpunkt hatte. Da sich das Erbrecht der europäischen Länder zum Teil erheblich voneinander unterscheidet, liegt auf der Hand, dass diese Veränderungen zu neuen Rechtsunsicherheiten und Konflikten führen können. Hier sollten Verfahren der aussergerichtlichen Streitbeilegung wie die Mediation zum Tragen kommen. Ein Forschungsprojekt mit Namen «Fostering Mediation in cross-border civil and succession matters» , welches durch die Europäische Kommission mitfinanziert wird, soll nun dafür die Grundlagen schaffen. Details dazu vom Steinbeis Beratungszentrum Wirtschaftsmediation...

 
Ältere Schüler als Mediatoren in Mobbing-Fällen
 
Ältere Schüler als Mediatoren in Mobbing-Fällen
Umfragen zeigen, dass jede/r fünfte Schülerin oder Schüler schon von Mobbing betroffen war oder ist. In den sozialen Medien tauchen peinliche Fotos auf, in einer Whats-App-Gruppe wird ständig ein Mitschüler geplagt. Für die Opfer ist es wichtig, das Erlebte zu thematisieren und Betreuung zu erhalten. In Österreichs Hauptstadt Wien werden ältere Schüler in «Peer Mediation» trainiert, um Mobbing-Fälle an Schulen selbst zu lösen. Diese Art des Streitschlichtens wird bereits an mehr als 60 Schulen angeboten. Ein Bericht des ORF zeigt, wie es geht...

 
Mediation bei Konflikten mit und wegen Hunden
 
Mediation bei Konflikten mit und wegen Hunden
Nicht immer läuft das Miteinander mit den «besten Freunden des Menschen» reibungslos. Rund um den Hund gibt es viel Streitpotenzial. Typische Konfliktsituationen zwischen zwei Hundehaltern entstehen, wenn deren Hunde sich nicht friedlich begegnet sind. Wurden bei der Auseinandersetzung Tiere und oder Halter verletzt, ist der Streit danach meist gross. Anlass dafür geben auch der Sorgerechtsstreit bei Trennung und Scheidung und/oder der Streit mit dem Züchter, wenn der Hund krank ist. Der Gang an ein Gericht ist in diesen Fällen aber nicht die einzige Möglichkeit. Eine Mediation hilft, rasch und günstig eine Lösung zu finden, die auch die tierischen Interessen des Hundes und die emotionale Verbundenheit mit ihm berücksichtigt. Rechtliche Hinweise und Tipps hierzu gibt die Website Anwalt.de...

 
Mediation auf der Theaterbühne
 
Mediation auf der Theaterbühne
Am diesjährigen Tag der Mediation vom 17. Juni 2017 präsentierte das Mediations-Netzwerk Seemediation.ch an einer Standaktion in Stäfa eine kurze Episode aus dem Mediationstheater «Streit im Apfelreich». Nun findet am Samstag, 28. Oktober 2017, im StattTheater Stäfa die Premiere des ganzen Theaterstücks statt. 
«Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.» (Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, IV, 3). Die Worte, die Schiller im Jahr 1804 Tell in den Mund legte, haben über die Jahre nichts an Aktualität und Relevanz eingebüsst. Anhand von alltäglichen Szenen und daraus eskalierenden Konflikten  im Privat- und Berufsleben machen die Darsteller erlebbar, wie Mediation einen Ausweg bieten kann, bevor die Involvierten Nerven, Gesundheit und Verstand verlieren. Unter der Leitung vom Theatermann Michael Schwyter entstand ein brillant inszeniertes Mediationstheater, in dem alltägliche Szenen und daraus entstehende Konflikte aufgezeigt werden. Mediatoren, Michael Schwyter und sein Ensemble diskutieren nach der Vorstellung mit dem Publikum zum Stück und zum Thema Mediation. 

Streit im Apfelreich 

Samstag, 28. Oktober 2017

StattTheater Stäfa, Bahnhofstrasse 52, 8712 Stäfa

Türöffnung: 19.00 Uhr, Beginn der Vorstellung: 20.00 Uhr, Eintritt: Kollekte
Das StattTheater erreichen Sie bequem zu Fuss vom Bahnhof Stäfa aus (ca. 5 Minuten Richtung Alterszentrum Lanzeln). Ebenso stehen Ihnen Parkmöglichkeiten am Bahnhof Stäfa zur Verfügung. Das Mediationstheater «Streit im Apfelreich» wird präsentiert von Girschweiler Partner Rechtsberatung und Mediation und mehreren Partnerorganisationen, darunter das Meduiationsforum. Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um Anmeldung an nathalie.plank@girschweiler.ch oder bruno.korrodi@bkorrodi.ch. 

In dem Flyer zum Ausdrucken finden sich alle Details zur Aufführung.... 


 
Weiterbildung & Veranstaltungen

Debriefing und Kickoff für Tag der Mediation 2018: Die Projektgruppe Tag der Mediation im SDM lädt ein, am Mittwoch, 25. Oktober 2017, von 10.30h – 12.00h an der ZHAW in Zürich, Toni-Areal, Pflingstweidstrasse 96, Raum ZT6.D21. Bitte in Doodle-Umfrage eintragen... 


Intuition und eigene Wahrnehmung in Konfliktsituationen, mit Beatrice Burgener, am 14. November 2017, 18.30 Uhr, Wirtschaft Neumarkt in Zürich. Einladung und Details sowie Anmeldung hier.... 

Den Anfang finden. 20. Berner Mediationstag 2017 am 15. November 2017 an der Berner Fachhochschule. Programm und Anmeldung...


11. Schweizerischer Kongress der Mediation SDM am 15. und 16. Juni 2018 in Luzern. SAVE THE DATE:...


Weiterbildungen an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch. Details und Kontakt: www.fhnw.ch 


Weitere Angebote diverser Veranstalter im Überblick bei www.swiss-mediators.org


 
In eigener Sache: Mitglieder werben
 
In eigener Sache: Mitglieder werben
Immer wieder erreicht uns die Frage, was die Mitgliedschaft im Mediationsforum ausmacht, welche Voraussetzungen nötig sind und was es kostet. Wir haben ein kleines Argumentarium zusammengestellt, in dem die wichtigsten Gründe für einen Beitritt in unserem Verein aufgeführt sind. Die Liste eignet sich auch für die Mitgliederwerbung, also bitte darauf hinweisen, wenn es im Bekanntenkreis Anfragen und Interesse gibt. Vielen Dank. Hier steht alles Wichtige dazu... 

 
Newsletter im Archiv

Die Sammlung der vom Mediationsforum monatlich versandten Newsletter findet sich hier...

Der neuste SDM-Newsletter (Ausgabe September 2017) lässt sich hier abrufen...
Hinweis: Der Newsletter des SDM sollte jeweils automatisch auch an die Mitglieder des Mediationsforums versendet werden. Wer keinen erhält, sende bitte eine kurze Notiz an info@mediationsforum.ch


 
Mediationsforum Schweiz
Prof. Stephan Burkart
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Wirtschaft
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
info@mediationsforum.ch

Dieser Newsletter wird den Mitgliedern des Vereins Mediationsforum Schweiz an die uns bekannten E-Mail-Adressen sowie weiteren, am Thema Mediation interessierten Personen zugestellt. Es ist möglich, dass der Versand an mehrere E-Mail-Adressen der gleichen Person erfolgt. Redaktion und Versand: David Strohm. Mutationen erbitten wir an info@mediationsforum.ch

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